Autorinnen
Dr. Julia Schumacher ist Medienwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Geschichte und Ästhetik audiovisueller Medien, populäre Repräsentation von Geschichte und politischer Gewalt sowie Medientheorie in den Feldern Realismus, Fiktion, Dokumentation und Cultural Studies. Sie studierte Medienkultur und Philosophie an der Universität Hamburg und promovierte hier 2015 mit einer Arbeit zum Realismus im Fernsehen. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit war sie 2004 bis 2016 als Location Scout und Managerin für inter-/nationale Film- und Fernsehproduktionen tätig. Nach Stationen an den Universitäten in Hamburg und Groningen (Niederlande) war sie von Juni 2020 bis Dezember an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF beschäftigt und forschte im Rahmen des BMBF-geförderten Projekt “Zwischen Erinnerungskultur und Antisemitismus” zur Arbeitsbiografie des Produzenten und Studio-Hamburg-Gründers Gyula Trebitsch. 2022 kehrte sie an die Universität Hamburg zurück. Sie ist Mitglied des DFG-Netzwerks „Deutsch-jüdische Filmgeschichte der Bundesrepublik“, des Forschungskolloquiums Jüdische Studien an der Universität Hamburg und Teil des Programmboards der Jüdischen Filmtage Hamburg 2022.
Dr. Lea Wohl von Haselberg ist Film- und Medienwissenschaftlerin und forscht und schreibt zu deutsch-jüdischen Themen und Erinnerungskultur. Nach dem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Frankfurt am Main promovierte sie in Hamburg und Haifa mit einer Arbeit über jüdische Spielfilmfiguren im westdeutschen Film und Fernsehen. Ihre Forschung ist an der Schnittstelle von Medienwissenschaften und jüdischen Studien angesiedelt. Forschungsschwerpunkte liegen auf der Repräsentation jüdischer Themen in bundesrepublikanischen Diskursen, jüdischer Filmgeschichte und (audiovisuellen) Erinnerungskulturen. Seit Oktober 2017 arbeitet sie an einem Forschungsprojekt zu Arbeitsbiografien jüdischer Filmschaffender in der BRD an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, das durch das BMBF-Programm “Kleine Fächer, Große Potentiale” gefördert wird. Sie koordiniert mit Johannes Praetorius-Rhein das DFG-Netzwerk Deutsch-jüdische Filmgeschichte der Bundesrepublik (2019–2022) und leitet seit 2020 die Nachwuchsforschungsgruppe “Jüdischer Film – Was ist das?”, die vom Postdoc Network Brandenburg gefördert wird. Sie ist assoziiertes Mitglied des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Mitherausgeberin des Magazins Jalta. Positionen zur jüdischen Gegenwart und Teil des Programmboards des Jüdischen Filmfestivals Berlin Brandenburg (JFBB).